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Was ist die Gefahrenfunktion und wie funktioniert sie?

Schutzsystem bei Sicherheits-TürschlössernDie Gefahrenfunktion („GF“) ist ein Schutzsystem bei Sicherheits-Türschlössern mit Doppel-Schließzylindern, die das beidseitige Betätigen mit einem Schlüssel auch dann erlaubt, wenn auf der jeweils anderen Seite bereits ein Schlüssel steckt. Manche Hersteller nennen die Gefahrenfunktion auch Prioritätsfunktion oder BSZ-Funktion (beidseitig schließbare Zylinder).

Dann kann bei „Gefahr“ mit Hilfe eines zweiten Schlüssels eine Tür von außen oder innen geöffnet werden, ohne das Schloss aufzubrechen. Dies hilft beispielsweise bei zufällig eingeschlossenen oder nach unbeabsichtigtem Aussperren zurück in abgeschlossene Räume zu gelangen.

Zylinder mit der Gefahrenfunktion sind weniger robust als „normale“ Profilzylinder, da die Mechanik in der Schließnase (Kupplung) sehr aufwändig ist. Diese sind aus mehreren Teilen zusammengefügt, sodass mehrere Federn mit unterschiedlicher Federkraft gegeneinander wirken und so die Funktion ermöglichen.

Üblich sind auch Konstruktionen, bei denen die Spitze des Schlüssels in die Kupplung einrastet und formschlüssig die Übertragung herstellt.

Da Schlüssel im Bereich der Spitze nach und nach abgenutzt werden, kann es passieren, dass sie aus der Kupplung rutschen und nicht mehr funktionieren. Aus diesem Grund wird bei Türen mit hoher Benutzungsfrequenz häufig auf die Gefahrenfunktion verzichtet. Auch bei Mehrpunktverriegelungen und Panzerriegeln, wo über Schlüssel und Profilzylinder hohe Drehmomente übertragen werden, ist die Gefahrenfunktion ungeeignet.

Als weitere Variante existieren Zylinder, bei denen die Gefahrenfunktion in Form einer sogenannten „Gefahrenschlüssel-Funktion“ ausgeführt ist. Die Tür kann dann bei „von innen steckendem Schlüssel“ von außen mit Hilfe eines speziellen Gefahrenschlüssels geöffnet werden. Dieser Gefahrenschlüssel besitzt je nach Hersteller eine veränderte Spitze, gefederte Dorne usw.

Bei der Not- und Gefahrenfunktion (auch N+G genannt) handelt es sich um eine besondere Bauart des Profilzylinders. Anders als bei herkömmlichen Profilzylindern bietet diese Bauart einen entscheidenden Vorteil: der Zylinder im Türschloss lässt sich selbst dann von außen betätigen, wenn von innen ein Schlüssel steckt.

So ist es beispielsweise möglich, bei versehentlicher Aussperrung mit einem Ersatzschlüssel die Wohnungseingangstür zu öffnen.

Ein Profilzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion bietet also, wie der Name schon sagt, Abhilfe bei Not und Gefahr, was die Kaufentscheidung vereinfacht. Zudem lässt er sich in nahezu jedes Einsteckschloss einbauen. Nachteile gegenüber einem herkömmlichen Profilzylinder gibt es nur wenige: So kann beispielsweise eine Person mit einem Zweitschlüssel jederzeit in die Wohnung kommen. Wer also auf Privatsphäre setzt, sollte sich einen Zylinder ohne Not- und Gefahrenfunktion zulegen.

Ein weiterer Nachteil: Ein Zylinder dieser Bauart muss regelmäßig getestet werden damit der Mechanismus nicht nach einiger Zeit klemmt. Dies geht allerdings ganz einfach: Die Tür von außen bedienen, wenn ein Schlüssel von Innen steckt.

Sie stellen sich nun die Frage, ob der in Ihrer Tür eingebaute Schließzylinder diese nützliche Eigenschaft besitzt?

Testen Sie es ganz einfach selbst und befolgen Sie dazu diese kurze Anweisung:

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